Zum Inhalt springen
Aussicht von der Strada Provinciale in Campofelice di Roccella

Runde von Campofelice

21. März 2025

Unsere heutige Runde nehmen wir direkt vom Campingplatz aus in Angriff. Wir folgen ein Stück der Bahnlinie, die parallel zur Küste verläuft und begeben uns dann ins Landesinnere. Es geht vorbei an Orangen- und Zitronenplantagen, Mandarinenbäume verbreiten ihren süssen Duft, Olivenhaine, Feigenbäume und blühende Mandelbäume säumen den Weg, der Nickende Sauerklee ist jetzt den ebenfalls gelben Kronen-Wucherblumen gewichen. Die Aussicht auf das azurblaue Meer und auf die Hügel und Berge, die den Küstenverlauf erahnen lassen, ist wunderschön. Wir gehen ausschliesslich auf asphaltierten Wegen und Strassen, nur zwei Autos und ein mit Zitronen beladener Lastwagen fahren an uns vorbei. Obwohl wir auf der rund 13 Kilometer langen Strecke nur gut 220 Höhenmeter zu überwinden haben, kommen wir ordentlich ins Schwitzen, nicht auszudenken, diese Tour im Hochsommer zu begehen.
Wir machen einen weiten Bogen ins Hinterland und kommen gegen Ende der Wanderung im Städtchen Campofelice di Roccella an, zu dessen Füssen liegt unser Zeltplatz. Ein hübsches Städtchen, kaum touristisch. In der Stadt treffen wir wieder auf die rosettenförmig angelegten Abfalleimer, vier an der Zahl, jeder farblich gekennzeichnet, je einer für Papier, Grünabfälle, Glas und Kehrricht. Wer sind denn jetzt die wahren Meister im Trennen von Abfällen? Die Italiener oder doch die Deutschen? Die Finnen oder die Letten? Ich weiss es nicht. Am nachhaltigsten sind vermutlich jene Länder, die pro Kopf am wenigsten Abfall produzieren. Wahrscheinlich.
Von der sternförmig angelegten Piazza Garibaldi, zugleich ein Kreisel in den sieben Strassen münden, gelangen wir zur Strada Provinciale, einer Promenade mit Bars und Cafés und herrlichen Ausblicken auf die Küste, den Bahnhof, den Supermarkt und das Viertel zwischen den Geleisen und dem Meer, mit Ferienresidenzen und Einfamilienhäusern, mitten drin ein Wäldchen, im Schatten dieser Bäume liegt unser Zeltplatz. Wir genehmigen uns ein Glacé im Becher, setzen uns auf eine sonnenbeschienene Parkbank, das Glacé schmeckt köstlich. So gestärkt steigen wir ab und treffen nach knapp vier Stunden wieder auf dem Zeltplatz ein. Es ist ruhig, wir hören nur die Vögel zwitschern, Zeit für eine Siesta!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert