Zum Inhalt springen
Duomo di San Giorgio

Ragusa

15. März 2025

Die halbstündige Zugfahrt durch die Schlucht, von Scicli nach Ragusa, war kurzweilig, weil landschaftlich hübsch anzusehen. Kurz bevor wir eintreffen, sehen wir die die beiden Stadtteile von Ragusa, – wow, die Stadt ist ja riesig! Wir laufen los und treffen auf eine schnurgerade Strasse, die scheint von einem zum anderen Ende der Stadt zu reichen. Wir befinden uns ganz am Rand der Stadt und begehen eine alte, gepflasterte Strasse ins Grüne. Was unter uns wie ein Stadtviertel aussieht, ist in Wirklichkeit ein Friedhof. Wir steigen weiter ab und sehen vor uns die Unterstadt Ragusa Iblei, mit der markanten Kuppel des Duomo di San Giorgio.
Wir sind schwer beieindruckt. Mein Gott, vieles haben wir schon gesehen, aber Ragusa überrumpelt uns. Wir erklimmen auf breiten Treppen den Weg zum oberen Stadtteil, da wo der Bahnhof liegt, wir fürchten, uns in der Stadt zu verlieren. Als Verfechter aller möglichen Verschwörungstheorien und der Präastronautik, fühle ich mich einmal mehr bestätigt, es waren Aliens am Werk! Unmöglich, dass Menschen diese Stadt, in nur 300 Jahren nach einem verheerenden Erdbeben, wieder aufgebaut haben (chaschmer verzelle wade wotsch, Nöldi!). Wo kam all der Stein her, der für Strassen, Plätze und Gotteshäuser verbaut wurde? Unfassbar.
Beim Aufstieg krampft die Wade, es schmerzt der Oberschenkel, ich bin dehydriert! 500 Meter sinds jetzt noch zum Bahnhof. Wir kehren ein. Susanne ein Cola, ich ein Bier, durstig, wie nach einer Sommerwanderung. Wir hätten noch die Zeit, dies anzusehen oder das. Wir bestellen lieber einen Cappucino. Wir haben nur an der Oberfläche gekratzt, wenn überhaupt, aber es reicht. Kein Plan, wo sich die Clubs befinden oder wo die Kinder zur Schule gehen, wo die besten Restaurants sind etc. Wir wollen nur noch heim, und den zweitletzten Zug, der uns nach Sicli zurückbringt, nicht verpassen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert